Heilpflanze des Monats August: Tollkirsche
Name:
Tollkirsche
Atropa belladonna L. (lt.)
Familie:
Nachtschattengewächse
Solanaceen (lt.)
Kurzbeschreibung:
Die krautartige, ausdauernde Pflanze wächst als Schattenpflanze in lichten Laubwäldern und an Weiden in Mittel-, West- und Südeuropa sowie in Kleinasien.
Aus den glockig-röhrigen, braunrot bis violett gefärbten Blüten entstehen die etwa kirschgroßen schwarzen Beeren, die oft schon Anlass zu Vergiftungen gaben. Sie enthalten Atropin, das in der Augenheilkunde zur Erweiterung der Pupille benutzt wurde. Im Mittelalter gebrauchte man es als Schönheitsmittel, um strahlende Augen zu erhalten. So entstand der Artname »bella donna« = schöne Dame.
Vergiftungen mit der Tollkirsche führen zu Anfällen von Wahnsinn (daher der deutsche Name), Krämpfen und schließlich zu Lähmungen und zum Tod (griechisch »atropos« – unabwendbar).
Sorgfältig dosiert dient die Tollkirsche als wertvolle Arznei, besonders in der Homöopathie.

