Heilpflanze des Monats März: Immergrün
Name:
Immergrün
(Vinca minor L.)
Familie:
Apocynaceae (lt.)
Hundsgiftgewächse (dt.)
Kurzbeschreibung:
„Immergrün“, weil es auch im Winter seine glänzend grünen Blättchen behält. Es ist über Mittel- und Südeuropa weit verbreitet und seit dem Altertum als Arzneipflanze bekannt.
Das Kraut enthält die Vinca-Alkaloide, denen eine blutdrucksenkende und sedierende Wirkung zukommt. Die chemische Bearbeitung dieser Alkaloide hat in den letzten Jahren zu hochwirksamen Arzneimitteln geführt, die allerdings in die Hand des Arztes gehören.
Ökologie: (Quelle Wikipedia)
Das Kleine Immergrün ist ein kriechender Halbstrauch (Chamaephyt) mit immergrünen Lederblättern. Die Blattoberseite ist glänzend (Wärmeschutz durch Reflexion). Die Blattstiele sind an der Basis verwachsen. Die Pflanze besitzt ungegliederte Milchröhren. Die Blüten sind homogame, stieltellerförmige „Große Trichterblumen“. Sie stehen einzeln, lang gestielt in den Blattachseln diesjähriger, aufrechter Triebe. Die hellblaue bis violette Blütenkrone besitzt einen fünfteiligen Saum aus propellerförmigen, asymmetrischen rechts gedrehten Kronblattzipfeln. Der Nektar befindet sich am Grunde der 11 mm langen Kronröhre und ist durch einen Haarkranz als Saftdecke geschützt. Die plattenförmige Narbe ist durch senkrechte Verwachsung der Fruchtblätter entstanden und an der Spitze mit einem Haarschopf versehen, in den der Pollen entleert wird. Darunter befindet sich ein Klebrand, an dem Insekten ihren Rüssel beschmieren, wenn sie ihn zum Nektar führen, so dass der Pollen erst beim Herausziehen des Rüssels aus der Blüte haften bleibt. Dadurch ist auch Selbstbestäubung möglich. Bestäuber sind: Schmetterlinge, Bienen und Wollschweber(Bombyliidae). Die Früchte sind Doppel-Balgfrüchte. Die Samen besitzen ein Nährgewebe aber keinen Haarschopf; sie werden durch Ameisen verbreitet. Bei uns fruchtet die Pflanze selten und der Samenansatz ist gering. Fruchtreife: VI-VII. Vegetative Vermehrung ist vorherrschend. Sie erfolgt durch die später niederliegenden, sich an den Knoten bewurzelnden Stängel, die pro Jahr bis zu 2 m lang werden können.

