Mönchspfeffer

Mönchspfeffer gegen die fleischlichen Begierden

In den mittelalterlichen Klöstern hatte der Mönchspfeffer eine besondere Bedeutung. Die Pflanze galt als wirksames Anaphrodisiakum. Sie sollte Nonnen und Mönchen helfen, das Keuschheitsgelübde einzuhalten und unkeusche Gelüste zu bekämpfen.

Die kleinen, nach Pfeffer riechenden Früchte wurden daher in den Klosterküchen als Gewürz und Ersatz für den teuren, exotischen Pfeffer verwendet. Dafür wurde in jedem Klostergarten Mönchspfeffer angebaut. Die Dosierung hatte allerdings ihre Tücken: wenn man zu wenig agnus castus zufügte, erreichte man die gegenteilige Wirkung.

 

Medizinische Bedeutung

Mönchspfeffer wird gegen bestimmte Beschwerden beim prämenstruellen Syndrom zur ursächlichen Behandlung eingesetzt. Außerdem kann er gegen Zyklus- unregelmäßigkeiten, Blutungsstörungen, Schmerzen während der Periode, Brustschmerzen, erhöhten Prolaktinspiegel und Wechseljahres- beschwerden helfen..

Die Früchte des Mönchspfeffers enthalten Iridoide, etherisches Öl, Flavonoide, Bitterstoffe und fettes Öl.

Forschungen belegen eine Wirkung, die dem  Dopamin verwandt ist. Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff und reguliert die Ausschüttung von Prolaktin. Eine Überproduktion von Prolaktin führt häufig zu Spannungsgefühlen in den Brüsten (Mastodynie). Es wird außerdem vermutet, dass Mönchspfeffer Einfluss hat auf die Ausschüttung von FSH und LH, zweier Hormone der Hypophyse, die den Menstruationszyklus regulieren.