Osteoporose
Wenn die Knochen brüchig werden...
Osteoporose gehört laut Weltgesundheitsorganisation mittlerweile zu den zehn wichtigsten Krankheiten. In Deutschland leiden etwa sechs bis sieben Millionen Menschen an der Störung des Knochenstoffwechsels, wobei aber nur wenige es wissen. Daher ist es für jeden wichtig, sich zu informieren, denn wer frühzeitig handelt, kann spätere, schlimmere Folgen oft verhindern.
Das fatale an der Osteoporose-Krankheit ist, dass die ersten Folgen oft gar nicht bemerkt werden. Zunächst werden die Personen kleiner, was darauf zurückzuführen ist, dass die Knochenmasse in den Wirbeln der Wirbelsäule abnimmt. Erst in fortgeschrittenen Stadien tritt der charakteristische Rundrücken auf und es kommt bei Stürzen zu dem gefürchteten Oberschenkelhalsbruch. Meist wird erst dann gehandelt, obwohl schon viel früher hätte eingegriffen werden können. Wichtig ist es, sich bewusst zu machen, ob man zu einer der Risikogruppen gehört.
Wer ist gefährdet?
Wenn in der Familie schon Fälle von Osteoporose bekannt sind, sollte man auf jeden Fall wachsam sein. Denn oft wird die Veranlagung weitervererbt. Frauen sind von dem Verlust der Knochendichte häufiger betroffen als Männer. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Osteoporose auch von hormonellen Faktoren beeinflusst wird. So ist das Risiko zum Beispiel durch ein frühes Auftreten der Wechseljahre oder eine Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke erhöht. Auch Krankheiten und Medikamente können den Abbau der Knochenmasse beschleunigen. Hier sind zum Beispiel Essstörungen, Rheuma, Morbus Crohn, Schilddrüsenfunktionsstörungen und auch die längere Einnahme z.B. von Cortison zu nennen. Ist nach einem Unfall oder einer Krankheit eine längere Bettruhe erforderlich gewesen, so kann auch dies die Knochen negativ beeinflussen, denn die Muskeltätigkeit fördert den Aufbau von Knochenmasse.
Was passiert bei Osteoporose?
Knochen erscheinen uns als tote Substanz, doch dem ist absolut nicht so. Als Depotorgan für Kalzium nehmen sie eine wichtige Rolle in unserem Stoffwechsel ein. Kalzium ist ein Stoff, der für unsere Körperfunktionen sehr wichtig ist und zu 98% im Knochen gespeichert vorliegt. Nur 2% sind im Blut frei verfügbar. Dieser Kalziumspiegel muss sehr genau aufrecht erhalten werden, da es sonst zu Problemen kommt. Wird mehr Kalzium benötigt als aufgenommen, so wird fehlendes Kalzium aus den Knochen entnommen, die dadurch auf lange Sicht an Stabilität verlieren. So befinden sich unsere Knochen in einem ständigen Umbau: innerhalb von 200 Tagen wird die gesamte Knochenmasse einmal umgebaut. So leuchtet es ein, dass die Stabilität der Knochen ganz wesentlich von dem Verhältnis des Knochenaufbaus zum Knochenabbau bestimmt wird. In jungen Jahren überwiegt der Knochenaufbau, bis im Alter von 30-35 Jahren ein Maximum an Knochendichte erreicht wird. In den Jahren danach gewinnen ganz langsam die knochenabbauenden Prozesse die Oberhand. Dieser Umbauprozess wird auch von den Hormonen beeinflusst. Daher sind Frauen in den Wechseljahren besonders betroffen. Durch den Verlust des Östrogens werden die knochenabbauenden Vorgänge unterstützt und der Knochen verliert noch mehr an Substanz. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bruch auftritt, erhöht sich.
Wie kann man Osteoporose behandeln?
Zunächst kann jeder bei sich auf einige Punkte achten, die einen gesunden Knochen fördern. Dies ist zum einen genügend Bewegung, vor allem auch in jungen Jahren. Denn der Grundstein für stabile gesunde Knochen wird schon in der Jugend gelegt. Hier ist ausreichende Bewegung, Sport und eine gesunde kalziumreiche Ernährung sehr wichtig. Denn wird in der Jungend genügend Knochenmasse aufgebaut, können spätere Abbauprozesse besser abgefangen werden. Die Bewegung sollte auf jeden Fall an der frischen Luft erfolgen, denn Sonnenlicht ist ebenfalls sehr wichtig für den Knochenaufbau. Durch die UV-Strahlen im Sonnenlicht wird im Körper Vitamin D3 gebildet, das den Einbau von Kalzium und damit die Festigkeit des Knochens stark fördert.
Bei der Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit kalziumhaltigen Lebensmitteln wichtig. Dies sind vor allem Milch, Käse und Joghurt, aber auch Gemüse oder kalziumhaltiges Mineralwasser (ab 300 mg/l).
Ist jedoch vom Arzt Osteoporose oder ein erhöhtes Risiko hierfür festgestellt worden, so sollten zusätzliche Maßnahmen mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Wichtig ist es, Kalzium ergänzend einzunehmen. Präparate findet man in der Apotheke (z.B. Osspulvit D3 von MADAUS). Hier ist darauf zu achten, dass neben mindestens 800 mg Kalzium auch das Vitamin D3 enthalten ist. Denn Kombinationspräparate zeigen eine bessere Wirkung, sodass die Häufigkeit an Brüchen und Stürzen deutlich gesenkt wird. Ob weiterhin eine Hormontherapie durchgeführt oder andere, den Knochenaufbau unterstützende, Präparate eingenommen werden sollten, liegt in der Entscheidung des Arztes.
Die empfohlene tägliche Kalziumzufuhr:
Kinder/Jugendliche: 600 bis 1200 mg
Erwachsene: bis 1000 mg
Schwangere/Stillende: 1500 bis 2000 mg
Osteoporose-Patienten: 1500 mg
Der tägliche Kalziumbedarf eines Erwachsenen kann z.B. gedeckt werden durch insgesamt:
- Zwei Scheiben Hartkäse (50 g, Emmentaler/Greyerzer)
- Einen Becher fettarmen Joghurt (150 g)
- Ein Glas fettarme Milch (150 g)
- Eine Portion Broccoli (200 g)
- 0,25l kalziumhaltiges Mineralwasser ab 300 mg/l
Osspulvit® D3 Madaus. Anwendungsgebiete: Ausgleich eines gleichzeitigen Kalzium- und Vitamin D-Mangels bei älteren Menschen. Zur Unterstützung einer spezifischen Osteoporose-Behandlung bei Patienten mit nachgewiesenem oder hohem Risiko eines gleichzeitigen Kalzium- und Vitamin D-Mangels. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Warnhinweis: Bei Patienten mit kalziumhaltigen Nierensteinen in der Familie sollte eine absorptive Hypercalciurie ausgeschlossen werden. MADAUS GmbH, 51101 Köln. www.madaus.de. Stand: März 2003
