Remotiv N
Motivation aus der Natur
Eigenschaften
Remotiv® N enthält einen Extrakt aus Johanniskraut mit einer milden antidepressiven Wirkung. Auch depressive Verstimmungszustände sowie Angst und nervöse Unruhe werden gebessert. Johanniskrautextrakte führen auch bei längerfristiger Anwendung nicht zur Gewöhnung und Abhängigkeit.
Gebrauchsinformation Remotiv® N
Wirkstoff: Johanniskraut-Trockenextrakt
Zusammensetzung
1 Filmtablette enthält: Arzneilich wirksame Bestandteile:
Trockenextrakt aus Johanniskraut (4-7:1) 250 mg
Auszugsmittel: Ethanol 49% (m/m) : 2-Propanol (97,3 : 2,7)
Sonstige Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Macrogole (400, 6000, 20000), Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Propylenglykol, Hypromellose, Titandioxid E 171, Eisen (III)-oxid E 172
Darreichungsform und Inhalt
Originalpackung 30 Filmtabletten
Originalpackung 60 Filmtabletten
Originalpackung 100 Filmtabletten
Stoff- und Indikationsgruppe/Wirkungsweise
Pflanzliches Arzneimittel bei Verstimmungen
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Madaus GmbH, 51101 Köln
Telefon: 0221 / 8998-0
Telefax: 0221 / 8998-711
e-mail: info[at]madaus.de
Anwendungsgebiete
Leichte vorübergehende depressive Störungen
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie Remotiv® N nicht anwenden?
Wenden Sie Remotiv® N nicht an, wenn Sie gleichzeitig auch mit einem anderen Arzneimittel behandelt werden, welches einen der folgenden Arzneistoffe bzw. einen Arzneistoff aus einer der folgenden Stoffgruppen enthält:
Arzneimittel zur Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen gegenüber Transplantaten
- Ciclosporin
- Tacrolimus zur innerlichen Anwendung
- Sirolimus
Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen oder AIDS
- Proteinase-Hemmer wie Indinavir
- Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Hemmer wie Nevirapin
Zytostatika wie
- Imatinib
- Irinotecan
mit Ausnahme von monoklonalen Antikörpern.
Außerdem darf Remotiv® N nicht angewendet werden
- bei bekannter Allergie gegen einen der Bestandteile
- bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit der Haut
- bei schweren vorübergehenden depressiven Störungen.
Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Remotiv® N soll wegen nicht ausreichender Untersuchungen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Wegen nicht ausreichend vorliegender Untersuchungen soll dieses Arzneimittel bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für den Gebrauch
Arzneimittel, die wie Remotiv® N Bestandteile aus Johanniskraut (Hypericum) enthalten, können mit anderen Arzneistoffen in Wechselwirkung treten: Wirkstoffe aus Hypericum können die Ausscheidung anderer Arzneistoffe beschleunigen und dadurch die Wirksamkeit dieser anderen Stoffe herabsetzen. Sofern eine gleichzeitige Anwendung von Remotiv® N mit anderen Arzneimitteln für erforderlich gehalten wird, muss Ihr Arzt die möglichen Wechselwirkungen bedenken:
Wirkungsminderung von
- Digoxin
- Verapamil
- Midazolam
- Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Phenprocoumon, Warfarin).
Bei Frauen, die orale Kontrazeptiva (Empfängnisverhütungsmittel) einnehmen, kann es möglicherweise zu Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung kommen. Diese Patientinnen sollten sich hinsichtlich zusätzlicher empfängnisverhütender Maßnahmen beraten lassen, da die Sicherheit dieser Mittel herabgesetzt werden kann.
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Remotiv® N daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Wechselwirkungen
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Remotiv® N oder werden selbst in ihrer Wirkung durch Remotiv® N beeinflusst?
Remotiv® N kann mit zahlreichen anderen Arzneimitteln in dem Sinne in Wechselwirkung treten, dass die Konzentration dieser Stoffe im Blut gesenkt wird und möglicherweise dadurch ihre Wirksamkeit abgeschwächt ist. Zu diesen Stoffen gehören folgende Arzneistoffe:
- Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Phenprocoumon, Warfarin)
- Digoxin
- Verapamil
- Simvastatin
- Midazolam
- hormonelle Empfängnisverhütungsmittel zum Einnehmen (Auftreten von Zwischenblutungen)
- andersartige Mittel gegen Depression wie Amitriptylin und Nortriptylin.
Bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Wirkstoffe zur Depressionsbehandlung (Trazodon, Paroxetin, Sertralin) können in Einzelfällen unerwünschte Wirkungen (wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit) verstärkt auftreten.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die photosensibilisierend wirken, ist eine Verstärkung phototoxischer Wirkungen möglich (siehe Abschnitt “Nebenwirkungen”).
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Remotiv® N nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Remotiv® N sonst nicht richtig wirken kann!
Wie oft und in welcher Menge sollten Sie Remotiv® N einnehmen?
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre nehmen 2-mal täglich 1 Filmtablette ein.
Wie und wann sollten Sie Remotiv® N einnehmen?
Die Filmtabletten werden morgens und abends beim Essen oder nach dem Essen mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
Wie lange sollten Sie Remotiv® N anwenden?
Erfahrungsgemäß ist eine Einnahmedauer von 4-6 Wochen bis zur deutlichen Besserung der Symptome erforderlich; wenn jedoch die Krankheitssymptome länger als 4 Wochen bestehen bleiben oder sich trotz vorschriftsmäßiger Dosierung verstärken, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.
Anwendungsfehler/Überdosierungen
Was ist zu tun, wenn Remotiv® N in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Über akute Vergiftungen durch Johanniskraut-Präparate beim Menschen ist bisher nicht berichtet worden. Bei Einnahme erheblicher Überdosen sollten betroffene Patienten für die Dauer von 1 bis 2 Wochen vor Sonnenlicht bzw. vor UV-Bestrahlung geschützt werden. Die beschriebenen Nebenwirkungen können verstärkt werden.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von wenn Remotiv® N auftreten?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten | Häufig: weniger als 1 von 10, |
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, | Selten: weniger als 1 von 1.000, aber |
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle | |
Bei der Anwendung von Remotiv® N kann es vor allem bei hellhäutigen Personen durch erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien kommen, die starker Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt sind.
Außerdem können unter der Medikation mit Remotiv® N sehr selten allergische Hautausschläge, Juckreiz, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder Unruhe auftreten. Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen beobachten, so informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann. H
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieser Packung ist seitlich auf der Lasche aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum.
Nicht über 25° C aufbewahren.
Stand der Information: März 2007
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
