Salbei

Salbei - ein schmackhaftes Hexenkraut

Salbei wird seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Schon im alten Ägypten war er bekannt und wurde gegen Unfruchtbarkeit eingesetzt.

Seit der Antike wird Salbei gegen vielerlei Beschwerden wie Durchfall, Atemwegsinfekte, Rachenentzündungen, übermäßiges Schwitzen und Leberschwellungen eingesetzt. Man sagte ihm außergewöhnliche Heilkräfte ebenso nach wie mystische Kraft. 

In der christlichen Symbolik gilt Salbei als Marienpflanze, nach dem Volksglauben wurde er für Liebeszauber verwendet. Die eheliche Treue zum Beispiel sollen ein paar Blättchen Salbei bis in die Ewigkeit bewahren. 

Die Indianer Nordamerikas benutzten Salbei zum Räuchern, um zeremonielle Orte zu reinigen und zu weihen.

„Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?”

Redensart

Duftender Wachmacher

Da Salbei einen sehr würzigen Duft verströmt, legten sich alte Frauen gerne ein Sträußchen davon ins Gebetbuch, um während des Gottesdienstes nicht einzuschlafen. Auch in die Sträuße, die die Kirche schmückten, wurde deshalb Salbei eingebunden.

Auf diesen Brauch gehen einige mundartliche Namen des Salbeis zurück: Geschmackblätter (Schlesien), Schmecket (Baden), Altweiberschmecken (Mittelfranken), Schmacke(n)blett (Elsaß), Rûchblötter (Nordthüringen).

 

Gesund im Mund mit Salbei

Salbei enthält verschiedene Öle, die gegen Krankheitserreger wirken. So werden Salbeiextrakte z.B. gegen Aphten eingesetzt. Diese kreisrunden Entzündungen der Mundschleimhaut sind äußerst schmerzhaft und können sehr hartnäckig sein, wenn sie nicht behandelt werden.

Salbei wirkt entzündungshemmend und enthält außerdem Gerbstoffe, die kleine Wunden verschließen und das Eindringen von Krankheitserregern verhindern können. Dabei binden die Gerbstoffe sich an Eiweißmoleküle auf den Schleimhautzellen, die sich daraufhin zusammenziehen. Bei Entzündungen im Rachenraum, z.B. auf den Mandeln, sind Salbeilösungen zum Gurgeln wirksam. 

Steckbrief Salbei

Lateinischer Name:

Salvia officinalis

Vorkommen:

Natürliche Vorkommen im gesamten mediterranen Raum, insbesondere in Nord- und Zentralspanien, Südfrankreich und im Westen der Balkanhalbinsel; als ursprüngliches Areal gilt die Region von Dalmatien bis Südostserbien und Mazedonien; in Kultur in ganz Europa und Nordamerika, dabei einjährig bis 70° nördlicher Breite.

Anwendungsbereiche und Verwendung:

Übermäßiges Schwitzen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum einschließlich des Zahnfleisches, Prothesendruckstellen.

Inhaltsstoffe:

Vor allem Thujon, Cineol und Campher

Fröhliches Zähneputzen mit Madäuschen von MADAUS

Kind und Kegel, Katze Mäuschen,
naschen gern, so wie Madäuschen,
so wie unsre Kuh Luise,
die tagtäglich auf der Wiese,
saftiges und frisches Gras
für ihr Leben gerne fraß.

Die kleine Maus Madäuschen ist der Star auf dem Bauernhof:

Madäuschen kann, wie alle Mäuse, Süßigkeiten nicht widerstehen. Aber sie weiß, nach dem leckeren Essen kommt das Zähneputzen: Und zwar am besten mit der Zahncreme, die ihre Wirkung unserer heutigen Heilpflanze verdankt, dem Salbei.

Die schönen Lieder können Sie hier sofort als MP3-Dateien zum Downloaden, selber hören und weitergeben:

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