
Allgemeine Tipps:
- Stellen Sie Ihre Medikamente auf jeden Fall vor der Reise zusammen. Dann haben Sie von Anfang an alles für den Fall der Fälle parat. Wer weiß, ob Sie am Urlaubsort gleich eine Apotheke finden, die alle benötigten Produkte bereit hält. Achtung! Vor allem außerhalb Europas sind Medikamentenfälschungen im Umlauf, die gesundheitsschädlich sein können.
- Nehmen Sie Medikamente mit, von denen Sie wissen, dass sie Ihnen helfen und dass Sie sie gut vertragen.
- Kontrollieren Sie das Verfallsdatum Ihrer Arzneimittel. Bedenken Sie: Das Datum gilt bei Flüssigkeiten und Salben nur für ungeöffnete Packungen.
- Überlegen Sie bei Reisen in warme Länder, ob Ihre Medikamente hierfür geeignet sind. Ein geschmolzenes Schmerz- oder Fieberzäpfchen beispielsweise nützt im Krankheitsfall nichts.
Dann vielleicht lieber Tabletten mitnehmen.
- Wenn Sie Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen müssen, achten Sie bei Fernreisen auf die Zeitverschiebung. Einige Medikamente wirken nicht richtig, wenn der Einnahme-Rhythmus nicht eingehalten wird. (z.B. Antibabypille)
Die Grundausstattung - Was Sie auf jeden Fall dabei haben sollten.
- Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen. Achten Sie darauf, eine ausreichende Menge dabei zu haben und nehmen Sie sie im Handgepäck mit. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob mit anderen Medikamenten Wechselwirkungen bestehen.
- Medikamente gegen Allergien, Kreislaufschwäche (z.B. Diacard), Sodbrennen, Pilzinfektionen (Scheidenpilz, Fußpilz) oder Lippenherpes, wenn Sie zu diesen Beschwerden neigen.
- Verbandmaterial: Pflaster, sterile Wundkompressen, Mullbinden, elastische Binden, Klebeband, Schere, Splitterpinzette und Dreieckstuch.
- Fieberthermometer: Vor allem in Ländern mit Malaria-Gefahr ist es wichtig, die Körpertemperatur genau zu messen. Wegen der Bruchgefahr am besten ein Thermometer aus Kunststoff mitnehmen.
- Schmerz- und Fiebermittel: Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol. Es gibt auch Kautabletten, die man ohne Wasser einnehmen kann.
Zusätzlich - Was auch noch nützlich ist:
- Medikamente gegen Übelkeit: Wenn Sie unter Reiseübelkeit leiden, können Sie sich in der Apotheke ein entsprechendes Medikament besorgen. Sie können es bereits vor Fahrtbeginn einnehmen. Gegen plötzliche Übelkeit gibt es spezielle Kaugummis, die schnell wirken. Besonders, wenn es heiß oder schwül ist, kann ein schwacher Kreislauf Übelkeit auslösen. Dagegen hilft ein kreislaufstärkendes Medikament (z.B. Diacard).
- Medikamente gegen Durchfall: Die größte Gefahr bei Durchfällen ist der hohe Flüssigkeits- und Mineralienverlust. Besonders für Kinder und Schwangere kann das gefährlich werden. Deshalb kann es gut sein, Elektrolytpulver dabei zu haben, das die verlorenen Salze ersetzen kann. Sinnvoll und auch für Kinder geeignet sind Präparate zum Aufbau der Darmflora.
- Medikamente gegen Verstopfung: Gegen Verstopfung wappnen Sie sich am besten, indem Sie genügend trinken und genügend Ballaststoffe zu sich nehmen. Wenn das nichts hilft, ist für kurze Zeit ein mildes Abführmittel hilfreich (z.B. Agiolax).
- Medikamente gegen Prellungen und Zerrungen: Entzündungshemmende Gels können Schmerzen lindern und Schwellungen abklingen lassen (z.B. Reparil Gel N). Bei anhaltenden starken Schmerzen und Schwellungen müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
- Mittel gegen Mückenstiche: Zur Vorbeugung gibt es spezielle Lotionen, die Insekten abwehren. Wenn es Sie doch erwischt hat, lindern Gels oder Salben den lästigen Juckreiz. Reisen Sie in ein Gebiet, in dem Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder die japanische Enzephalitis verbreitet sind, sollten Sie unbedingt unter einem Moskitonetz schlafen.
- Abschwellendes Nasenspray: Erkältet hat man sich schnell mal. Wer mit einer verstopften Nase oder gar entzündeten Nebenhöhlen eine Flugreise antritt, bekommt eventuell Probleme mit dem Druckausgleich. Das kann sehr schmerzhaft sein. Deshalb: rechtzeitig vor dem Flug die Nase frei machen.
- Medikamente gegen Halsschmerzen: gegen Halsentzündungen gibt es Medikamente, die desinfizieren und gleichzeitig ein wenig betäuben. Um Erkältungen und Infektionen gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist es sinnvoll, seine Abwehrkräfte mit einem Medikament zu stärken (z.B. Echinacin). Bei starken Schmerzen und Fieber sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
- Augentropfen: Sonne, Staub und Wind reizen die Augen. Leicht entsteht dann eine Bindehautentzündung. Reizlindernde Augentropfen schaffen Erleichterung.