Tipps zum Sonnenschutz
Im Urlaub freuen wir uns vor allem auf eines: Sonne!
In Maßen genossen, ist Sonneneinstrahlung durchaus gesund. Sie kurbelt die körpereigene Abwehr und den Stoffwechsel an. Sie wirkt sich positiv auf Atemwege, Kreislauf und Psyche aus. Hauterkrankungen wie Psoriasis, Akne, allergische Neurodermitis und allergische Ekzeme bessern sich unter kontrollierter UV-Strahlung oft deutlich. Daher wird UV-Licht sogar therapeutisch eingesetzt.
Wer es mit dem Sonnenbaden aber übertreibt, bringt sich in ernste Gefahr: Einen Sonnenbrand sollten Sie unter allen Umständen vermeiden, denn abgesehen von den Schmerzen erhöht er das Risiko für Hautkrebs um ein Vielfaches. Besonders gefährlich sind Sonnenbrände bei Kindern und Jugendlichen vor dem 16. Lebensjahr.
Das Risiko eines Sonnenbrandes hängt zum einen von der Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, zum anderen vom individuellen Hauttyp und den persönlichen Hautschutzmaßnahmen ab. Grundsätzlich gilt: je näher das Reiseziel am Äquator liegt, umso belastender ist die UV-Strahlung für die Haut. Reflektierende Oberflächen wie z.B. Wasser, Schnee oder Sand steigern die Wirkung der UV-Strahlen noch.
Damit Sie die Sonne an Ihrem Urlaubsort unbeschwert genießen können:
- Tragen Sie möglichst hautbedeckende Kleidung und Kopfbedeckung. In Regionen mit außerordentlicher Sonneneinstrahlung (Wüsten, Gletscher, etc.) sollte die Kopfbedeckung unbedingt mit einem Nackenschutz versehen sein. Außerdem empfehlen sich dort Sonnenbrillen mit Nasenrückenschutz.
- Benutzen Sie zum Sonnenbaden eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 20). Für besonders lichtempfindliche oder auch blasse Haut gibt es Produkte bis LSF 100. Für die besonders empfindlichen Lippen gibt es Spezielle Pflegestifte mit Lichtschutzfaktor (z.B. Echinacin Lipstick care+sun)
- Bedenken Sie, dass Sonnencremes nach dem Auftragen erst nach ca. 60 Minuten ihre vollständige Schutzleistung erreichen. Also: rechtzeitig ans Eincremen denken!
- Keine ausgedehnten Sonnenbäder, auf keinen Fall in der Mittagssonne.
- Verwenden Sie beim Schwimmen und Schnorcheln unbedingt wasserfeste Sonnenschutzcreme und tragen Sie zusätzlich ein T-Shirt. Die UV-Strahlung reicht bis zu einem Meter in die Tiefe und kann auch im Wasser einen Sonnenbrand hervorrufen.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinwirkung auf Ihre Augen. UV-Einwirkung auf die Augen kann zu Reizungen bis hin zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder Hornhautentzündung (Photokeratitis) führen. Bei starker oder längerer UV-Einwirkung auf die Augen können bleibende Schäden entstehen. Wenn Sie lesen möchten, tun sie es im Schatten oder mit einer guten Sonnenbrille.
- Verwenden Sie keine Deodorants, Parfüms und anderen Kosmetika zum Sonnenbaden. Sie können die Empfindlichkeit gegen UV-Strahlung erhöhen.
- Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, bedenken Sie, dass es bei manchen Medikamenten unter erhöhter Sonneneinstrahlung zu sogenannten "phototoxischen Reaktionen" kommen kann, die einem Sonnenbrand äußerlich sehr ähnlich sind. Zu den Medikamenten die derartige Reaktionen hervorrufen können, zählen zum Beispiel bestimmte Antibiotika, Diuretika, Antidiabetika, Antirheumatika, Neuroleptika und Antihistaminika. Die Möglichkeit phototoxischer Reaktionen ist auf dem Beipackzettel der jeweiligen Medikamente vermerkt.

