Wie kommt es zu Blasenschwäche?
Blasenschwäche oder Harninkontinenz kann verschiedene Ursachen haben.
Belastungs-Inkontinenz (auch: Stress-Inkontinenz)
Beim Lachen, Husten oder Niesen geht tröpfchenweise Urin ab. Auch beim Heben schwerer Lasten, beim Treppensteigen oder beim Sport kann unwillkürlich Urin aus der Harnröhre abgehen. Die Betroffenen verspüren davor keinen Harndrang. Die Menge des ausgeschiedenen Urins ist eher gering, das Wasserlassen kann willentlich gestoppt werden. Ursache ist eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und/oder des Blasenschließmuskels.
Von einer Beckenbodenschwäche sind meistens Frauen betroffen. Geburten, Operationen, Übergewicht oder Hormonmangel in den Wechseljahren können den Beckenboden stark belasten. Ist er zu schwach, kann er den äußeren Blasenschließmuskel nicht mehr wirksam unterstützen.
Drang-Inkontinenz (auch: Urge-Inkontinenz)
Kennzeichen für die Drang - Inkontinenz ist nicht zu unterdrückender Harndrang, der zu einem unfreiwilligen Abgang von Urin führt. Die Betroffenen müssen praktisch sofort zur Toilette, sobald sie einen Harndrang verspüren. Oft schaffen sie es nicht mehr bis dahin und die Blase entleert sich, ohne dass sie etwas dagegen tun können. Diese Form der Inkontinenz tritt im Stehen, Sitzen oder Liegen auf.
Grund für diese Störung ist eine Überaktivität der Blasenmuskulatur. Die Muskulatur zieht sich ständig zusammen und signalisiert so eine volle Blase. Schon eine Tasse Tee kann genügen, um Harndrang und ungewollten Harnverlust auszulösen.
Die möglichen Ursachen sind vielfältig: so können beispielsweise Blasenentzündungen, Blasensteine, Nervenerkrankungen oder Stoffwechselstörungen, bei Männern auch eine vergrößerte Prostata der Grund für eine Drang-Inkontinenz sein.

